Leverkusen-Wiesdorf: RRX als Impuls für die Stadtentwicklung

Der Ausbau des Schienenverkehrs im Ruhrgebiet bringt für Leverkusen-Wiesdorf einige Entwicklungsimpulse mit sich: Das Areal um den Busbahnhof sowie den DB-Haltepunkt soll umfassend ausgebaut werden, um ein weiteres Gleis für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) bereitstellen zu können. Diese Entwicklung nahm die Stadt zum Anlass, auch die übrigen städtebaulichen Aufgaben im Rahmen eines Integrierten Handlungskonzepts durch eine Arbeitsgemeinschaft der Büros Scheuvens +Wachten plus und Junker + Kruse bearbeiten zu lassen.

Eine Besonderheit für die Stadtentwicklung Wiesdorfs stellt das südlich des Stadtteils gelegene Werksgelände des Chemparks Leverkusen dar, sodass für Teile des Plangebiets die sog. SEVESEO-Richtlinie gilt.

In diesem Spannungsfeld nicht alltäglicher Rahmenbedingungen konnten im Rahmen des InHK nachhaltige Ziele für die Stadtentwicklung definiert werden. Neben der Qualifizierung der City als Handelsstandort rücken die räumlichen und sozialen Belange der verschiedenen Wohnquartiere sowie der positive Umgang mit den räumlichen Zäsuren, wie z.B. den Trassen der überörtlichen Verkehrswege, in den Fokus der Untersuchungen. Auch im Bereich der privaten Investitionen wurden Rahmenbedingungen für Einzelprojekte definiert, die die speziellen Anforderungen, die durch die Gemengelage im Stadtteil entstehen (SEVESO-Richtlinie), berücksichtigen.

In einem ersten Schritt konnten Fördermittel für die Umbaumaßnahmen am Busbahnhof beantragt werden. Das aktuelle Konzept wurde im November 2016 vom Rat der Stadt Leverkusen beschlossen und ist auf der städtischen Website verfügbar. Gegenwärtig wird das Konzept fortgeschrieben, die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant

Rathaus-Galerie in Leverkusen